1998 - 2008, 10 Jahre 4-Takt Kartsport in Österreich
Entstehungs Geschichte des Teams.
Hier findet ihr wie unser Team entstanden ist. Welche
Events wir veranstaltet haben, in welcher Meisterschaft wir gefahren sind
und welche erwähnenswerten Dinge sich in den Jahren zugetragen haben.
Wenn ihr infos für uns habt wo ihr der Meinung seid, die sollten
auch hier veröffentlicht werden, dann bitte gleich e-mail
an uns.
1997 entstand auf Wunsch vieler Indoor Fahrer die ORF
Kart Sektion. Im zwei Wochen Rythmus wurden Indoor Rennen im "ORF
Cup" veranstaltet. Zusätzlcih wurden immer wieder Firmen Vergleichsrennen
ausgetragen. Aus diesem Teilnehmerfeld entstand das erste Outdoor Team.
Saison 1998:
. Das "ORF Racing Team" war geboren. Die Teilnahme
an der ersten Outdoor Meisterschaft wurde sehr spät beschlossen.
So bekam das Team das Kart erst 10 Tage vor dem ersten Rennen ausgehändigt.
Trainings waren daher nicht mehr möglich.
Gefahren wurden folgende Rennen mit einer Gesamtdistanz
von 1400km.
05.-07.06.1998 im ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Teesdorf
03.-05.07.1998 im ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Saalfelden
07.-09.08.1998 im ÖAMTC Fahrtechnikzentrum A1 Ring.
04.-06.09.1998 im ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Teesdorf
Die Viertakt Karts hatten 9PS. Dabei handelte es sich um aufgemotzte Hallenkarts
mit stärkerem Motor, Metallstoßstande, Radschutz und Verkleidung.
Mit der eigentlich geringen Leistung machte das Fahren sehr viel Spaß.
Besonders das sehr große Starterfeld machte die Rennen zu einem
wirklichen Erlebnis.
Saison 1999 war ein aufregendes Jahr für
das frisch gegründete Team. Der Teamname wurde auf "ORF
Diners Club Team" geändert. Die Saison begann bereits
im Winter. In der "Winter Challenge" wurden
mittels KO System die Bundeslänger Sieger ermittelt. Die Sieger traten
dann beim "Final Four" gegeneinander an um
den Gesamtsieger zu ermitteln.
Das Team nahm außerdem beim "Long Distance Bowl"
teil. Im Zuge des Long Distance Bowl wurden 6 Stunden Indoor Rennen veranstaltet.
In der Outdoor Saison wurden in in Teesdorf, Graz und Bruck Sprint Rennen
gefahren. Hinterher startete der s.g. A1 Cup. Gefahren
wurden 24h Rennen mit bis zu 70 teilnehmenden Kartteams.
Endergebnis 1999:
A1 Teamstaatsmeisterschaft 1999: Platz 13 (von 53 Teams)
A1 Fairneßpokal 1999: Platz 1 (mit 0,2 Strafpunkten)
Saison 2000: Outdoor "Panzerkart" fahren.
Zum ersten Mal kam der Briggs V630 Motor zum Einsatz. Die Leistung wurde
auf 17PS limitiert. Alle Kart Neueinsteiger mussten einen Schulungstag im
Öamtc Testgelände in Teesdorf absolvieren. Ohne diesten Schulungstag
und ohne Outdoor Erfahrung war eine Teilnahme nicht gestattet.
Die ersten Erfahrungen wurden damals in der A1 Kart Liga

mit dem "Panzerkart" gemacht. Die Karts waren komplett mit überdimensionalen
Stoßstangen versehen (Daher auch der Name "Panzerkart").
Diese waren nicht nur sehr massiv, sondern auch ziemlich schwer. Unfälle
gab es deswegen genau so viele. Waren diese Stoßtstangen mal richtig
verbogen half nur noch schweres Gerät um die verbogenen Teile zu richten.
Die Karts waren dadurch auch übermäßig schwer. Das Kart
mit Fahrer wog damals an die 240kg. Trotz des hohen Gewichts wurden nur
Hinterbremsen verwendet.
Gefahren wurde oftmals nicht auf regulären Kartstrecken sondern man
versuchte die Rennen zu den Leuten zu bringen. Ein großer Teil der
Rennen wurde in Städten gefahren. Wie z.B. in Perchtoldsdorf (sogar
rund um die Kirche) oder in Millstatt direkt auf der Seepromenade. Lange
Reparatur und Ersatzteillisten waren damit natürlich vorprogrammiert.
Die Karts waren zu schwer und die Einschläge in die damals als Absperrung
verwendeten "Doka" Platten fielen teils sehr heftig aus. Weiters
war der 630er Motor so gedrosselt dass die Motoren regelrecht absoffen.
Manche behalfen sich mit jeder Menge Bremsenreiniger im Luftfilter. Einige
der Motoren bedankten sich mit viel weißem Rauch und dem Verlust jeglicher
Funktion. :-) Gruß an "Pepi", niemand sonst nebelte in Perchtoldsdorf
die Boxenstraße mehr ein....
Die Karts hatten in dieser Saison einen Komplettverbau. Viele Karts waren
mit aufwendigen Airbrush
Verzierungen ausgestattet..
Gefahren wurde auf folgenden Strecken / Städten
Stadtrennen SCS Vösendorf
Stadtrennen Perchtoldsdorf
Verkehrsübungsgelände Teesdorf
Stadtrennen Wiener Prater
Das Rennen in der SCS ging wohl in die Geschichte des Kartsports ein.
Nur fliegen ist schöner bekam dort eine neue Bedeutung. Die Schikane
auf der Start/Ziel Geraden sorgte für einige spektakuläre Unfälle
und Kartschäden. Leider waren wir auch davon betroffen.Gallery
Saalfelden bleibt wohl aus einem ganz anderen Grund für immer in
Erinnerung. Der Regen entwickelte sich zu einer Reifeschlacht. Das enorme
Gewicht der Karts und die weichen Regenreifen hatten einen enormen Reifenverschleiß
zur Folge. Nach gut zwei Drittel des Rennens musste der Veranstalter das
Rennen abbrechen da es keine Regenreifen mehr gab. Zu dem Zeitpunkt war
eine komplette LKW Ladung Regenreifen vernichtet worden.Gallery
Das Rennen im Wiener Prater beeindruckte durch Einschläge im den
Doka Platten, Safety Car Phasen und Stau bei der Brücken Überfahrt.
Die Einschläge vielen so heftig aus dass bei den Doka Platten auf
der Hinterseite die Holzspäne davon flogen. Die unebene Piste verursachte
jede Menge Schäden an den Karts. Fast das ganze Rennen über
wurde an den Karts geschweißt. Mache Teams fuhren die letzte halbe
Stunde des Rennens mit einem gebrochenen Rahmen und schleifenden Sitz
am Boden.Gallery
Ein Höhepunkt beim Wiener Prater Rennen wir ein Kart Corso auf dem
Wiener Ring. Bericht
Kronenzeitung
Saison 2001:
Aus der A1 Kart Liga wurde die CKL (Champions Kart League).
Nach der Saison 2000 enstanden einige Diskussionen bzgl. der Karts die
viel zu schwer und zu plump waren. Schlussendlich wurde die Ausschreibung
geändert. Aus den 4-Takt 630er Karts wurden richtige 2-Takt Jäger.
Die Leistung wurde erhöht. Damit konnte sich der Motor zum ersten
Mal wirklich frei bewegen. Der originale Luftfilter wurde entfernt, dafür
wurde ein K&N Sportluftfilter verbaut. Die massiven Stoßstangen
wichenden in der 2-Takt Szene üblichen "Kunststoff Schnauzen".
Der Vorderachse wurden Scheibenbremsen verpasst die normalerweise nur
bei Schaltkarts verwendet werden. Durch die enorme Bremsleistung wurde
mit den neuen Kart sehr spät gebremst. Der Zweizylinder V630 hatte
außerdem einen genialen Sound. Video
Grundsätzlich wurde in dieser Saision wesentlich weniger gerempelt.
Ohne die massiven Eistenstoßstangen war das empeln auch nicht mehr
möglich da ein Zusammenstoß meistens mit einem gröberen
Defekt am Kart geendet hat. Durch die Veränderungen an Chassis und
Motor wurden die Karts sehr schnell. Die Geschwindigkeit, die Motorleistung
und das sehr späte Bremsen verlangte den Fahrern viel ab. In Hartberg
erreichte man fast 130km/h. Beim Bremsen wurden Kräfte von 3,5 G
Erdbeschleunigung gemessen die auf den Körper wirkten.
Die Saison startete in Hartberg. Den enormen Belastungen waren einige
Faher nicht gewachsen und mussten frühzeitig aus dem Kart aussteigen.
Sie waren nicht mehr in der Lage den Kopf beim Bremsen zu halten. Die
Nackenstützen von Sparco hatten bei dem Rennen Hochsaison.
Regenrennen waren für den oben liegenden Luftfilter immer wieder
ein Problem. Die Konstruktionen die die Teams erfangen waren sehenswert.
Unsere Konstruktion ähnelte eher einer Ritterrüstung. Das erste
Kart mit "Ritterhelm"
auf dem Luftfilter.
Saison 2002:
Die Saison brachte für das Team und für das Kart keine großen
Änderungen. Die offene Klasse brachte immer stärkere Karts hervor,
wie z.B. das Kart von Dino Karger. In dieser Klasse kämpften aufgemotzte
630er Briggs und Biland Motoren um die Plätze.
Das "Über Drüber
Kart" von Dino Kager: Briggs 630 V2 mit Einspritzung. Der Motor
leistete damit 50PS.
Saison 2003
Die Saison startete mit dem Promotion Rennen auf der Indoor Kartbahn in
Kottingbrunn. Gefahren wurde mit den 24PS Starken 630er Karts in der Halle.
Bis dato die stärksten Karts die in der Halle bewegt wurden. Das
Rennen hatte auch einen Nachteil. Jeglicher Kontakt mit einer Bande hatte
ein defektes Kart zur Folge. Ein Team zerstörte bereits bei diesem
Event einen komplett neuen Kartrahmen.

Für das Rennen in Bruck hatten wir uns etwas Besonders überlegt.
In Zusammenarbeit mit der CKL, der Fa. Avisys und dem ORF Team wollten
wir den Zuschauern ganz neue Einblicke in die Welt des Kartsports liefern.
Dazu wurde eine Kamera auf einem eigenen Kart montiert. Auf einer eigenen
Videowall konnte der Zuseher das ganze Rennen aus der Perspektive des
Fahrers beochten. Die gezeigten Bilder vermittelten einen genialen Einblick
welche Kräfte wirken, wie sich der Kartrahmen verwindet und wie hoch
die Geschwindigkeit ist. Bilder
zur LiveCam
Besonders erwähnenswert war die Pole Position nach
dem Qualifying beim Rennen in Zettling. Gastfahrer Jochen Fuchs erziehlte
dabei einige der schnellsten Runden im Rennen.
Mit Ende der Saison 2003 kam leider das Ende der CKL. Die ganzen Vermutungen
der letzten Zeit hatten sich leider bewarheitet.
Das ORF Team startete in der laufenden Saison einige Aktivitäten.
X-Art
Sommerfest: Für unseren Sponsor organisierten wir in Pinkafeld
eine eigenen Event. Gefahren wurde mit zwei Karts auf einer eigens abgesperrten
Straße.
Promotion
Rennen Graz: In Graz veranstaltete die CKL ein eigenes Event um noch
mehr Publikum auf die Rennserie aufmerksam zu machen.
Saison 2004
Nach dem Aus der CKL begannen die Überlegungen welche Rennserie
für uns in Frage kommt. Einige Teammitglieder mussten leider ihre
Kartaktivitäten einstellen. Daher waren wir auf der Suche nach einer
Rennserie wo wir unser bestehendes Material verwenden konnten und wo sich
der Aufwand in Grenzen hielt. Für alle anderen Serien hätten
wir uns komplett umstellen müssen, Neuer Rahmen, neuer Motor etc.,
was zu dem Zeitpunkt nicht möglich war.
In dem Jahr wurde die TAG Rennserie
ins Leben gerufen. Eine offene Klasse die für uns wie gerufen kam.
Es gab nur wenige Vorgaben. Der Großteil am Kart, wie z.B. Rahmen,
war komplett freigegeben. Die TAG war die erste Serie wo 2-Takt und 4-Takt
Kart gegeneinander antraten.
Leider hielt sich die Teilnehmeranzahl in dieser Klasse in Grenzen. Bei
den Rennen fuhren 630er Briggs, Biland, Rotax Max, Rotax RM1 und Fireball
Motoren um die Plätze.
Memorial
VT630 Zettling: Für das Rennen konnten sich noch 8 Teams
begeistern. Durch das Ende der CKL hatten leider einige Team ihr 630er
Kart verkauft oder defekte Karts nicht mehr aufgebaut. Ansonsten wären
sicher noch viel mehr Karts am Start gewesen. Trotzdem war es ein super
Event wo das "630er" Feeling nochmal zu spüren war. Beide
ORF Teams waren beim Qualifying nicht dabei und starteten von ganz hinten.
Daher das Endgergebnis umso erfreulicher.
Endergebnis:
1. Harmonika Müller
2. ORF Team 1
3. Kamikaze
4. ORF Team 2
5. X1 The Disco
6. Windisch Power
7. SVNM, Sport Verein Neu Mödring
8. Svoboda Pocolocos
Saion 2005
Wir entschieden uns wieder für die TAG Rennserie da wir bereits das
ganze Material hatten und keine größeren Anschaffungen notwendig
waren. Für diese Saison hatte unser Mechaniker Oskar etwas besonderes
für die Fahrer bereit. Durch einige Deals mit Kart Teilen konnte
er ein Biland Kart auf die Beine stellen.
Mit diesem Motor machte das Fahren wirklich Spass. Biland 4-Takt V2, 250ccm,
ca. 34 PS. Viel Drehmoment und ein Drehzahlbereich bis zu 13000 U/min.
machte den Motor zum Absoluten Spaßfaktor. Leider machte der Motor
zur Saisonhalbzeit Probleme und musste überholt werden. Auch nach
der Revision war die Standhaftigkeit des Motors nicht berauschend.
Zusätzlich zur TAG Rennserie starteten die ORF Fahrer in der KD2000.
Gefahren wurde dort mit Honda Einzylinder 4-Takt Motoren mit 20PS. Die
Leistung war zwar geringer, allerdings das sehr große Starterfeld
machte die Rennserie für uns sehr interessant. Schon damals war die
Leistungsdichte auch in dieser Rennserie sehr enorm. Beim Quaifying zum
Rennen in Zettling trennten den Ersten und Platz 27 gerade mal 0,7 Sekunden.
Mit Ende der Saison 2005 kam das Aus für die TAG Serie.
Saison 2006
Das Team hoffte auf eine neue Rennserie ähnlich der TAG um das bestehende
Material verwenden zu können. Da dies nicht der Fall war beschlossen
wir eine Saison auszusetzen um das Team neu zu formieren. Die aktiven Fahrer
des ORF Teams starteten in verschiedenen Teams in der KD2000 Meisterschaft.
Saison 2007
Die aktuelle Saision begann bereits im Winter. Wir starteten wieder die
ORF Indoor Masters. Dabei wurde einmal im Monat ein Rennen veranstaltet.
Ziel war zuerst mal Spaß am Fahren. Für ambitionierte, konstante
und schnelle Fahrer planten wir dazu noch Outdoor Trainings in Bruck und
Rechnitz. Für diese Fahrer organisierten wir die Teilnahme an einem
24h Rennen in der KD2000. Aus der ORF Indoor Masters entstanden dazu noch
die ORF Kartfreunde (ORF
Kartrfreunde auf flickr.com) die sich sicher noch länger dem
Kartsport widmen werden.
Unsere Fahrer waren gleich in 4 Teams vertreten: ORF Team 1, ORF Team
2, Jackass Racing Team, High Speed Racing Team.
Zum ersten mal gab es heuer ein ORF Outdoor Team in der KD2000. Bereits
beim zweiten Rennen in Vysoke Myto sorgte das ORF Team für eine große
Überraschung. Wir konnten den ersten Platz im 9h Rennen und den zweiten
Platz in der Tagesgesamtwertung Short Races erzielen. Leider war der Rest
der Saison durch Defekte am Kart gekennzeichnet. Das brachte uns am Ende
der Saison zur Nominierung zur Wahl des "Pechfogels der Saison".
MII Sponsortag in Bruck: Für unseren Sponsor organisierten wir ein
Event in Bruck. Das ORF Team stellte dazu 4 Karts zur Verfügung:
Briggs VT630 4-Takt, Honda 400er 4-Takt, Fireball 2-Takt, Rotax Max 2-Takt.
Zuerst wurde ein Rennen auf der kleinen Strecke in Bruck gefahren. Nur
wer dort eine bestimmte Rundenzeit schaffte durfte lt. Bahnbetreiber auf
der großen Bahn fahren wobei.
Am Nachmittag wurde dann mit allen Qualifizierten auf der großen
Bahn gefahren. Um für die Sicherheit zu sorgen fuhr immer ein Fahrer
des ORF Teams voran. Der Tag war für alle ein super Karttag.
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